Silent Friend
Im Jahr 1972 erfährt der Student Hannes (Enzo Brumm) durch den achtsamen Umgang mit einer Pflanze eine tiefgreifende Veränderung, Filmstill © Pandora Film
Im Herzen des botanischen Gartens der Universitätsstadt Marburg steht ein majestätischer Ginkgobaum. Seit über hundert Jahren beobachtet er still die Veränderungen im Leben dreier Menschen: 2020 wagt ein Neurowissenschaftler aus Hongkong, der die kognitive Entwicklung von Babys erforscht, ein ungewöhnliches Experiment mit dem uralten Baum. 1972 erfährt ein junger Student eine innere Wandlung – ausgelöst durch die konzentrierte Beobachtung einer einfachen Geranie. 1908 folgt die erste Studentin der Universität ihrer Leidenschaft für die Fotografie – und entdeckt durch das Objektiv ihrer Kamera die verborgenen Muster des Universums.
Nach dem Goldenen-Bären-Gewinner »Körper und Seele« (2017) präsentiert die ungarische Regisseurin Ildikó Enyedi mit »Silent Friend« ein poetisches, sensibles Werk, in dem die Beziehung zwischen Pflanzen und Menschen zum Sinnbild für die universelle Sehnsucht nach Verbundenheit wird. In den stillen Versuchen ihrer Protagonisten, sich mit der Welt, der Natur und mit sich selbst zu verbinden, entfaltet sich eine berührende Geschichte über Zugehörigkeit, Wandel – und die Schönheit der Sehnsucht. In Venedig wurde Luna Wedler für ihre Rolle mit dem Preis als beste junge Entdeckung ausgezeichnet.
Regie: Ildikó Enyedi
»Der Film ist magisch, komisch und überaus sinnlich, kurz: Er ist schon jetzt der Film des Jahres.« (Hessenschau)
Die »Baumschule Kulturforum« ist ein Projekt der Stiftung St. Matthäus in Kooperation mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Neuen Nationalgalerie und der Stiftung Berliner Philharmoniker, unter der künstlerischen Leitung von Klaus Biesenbach, Direktor der Neuen Nationalgalerie, und atelier le balto.
Das Projekt wird gefördert von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien.