tempel@hof

Eine Performance im Rahmen der Ausstellung »Parochet« von Benyamin Reich.

 

Wie viele Leben hat ein antiker Tempel gehabt? Über Jahrhunderte hat seine Existenz das Imaginäre der Menschen geprägt. Seine Wände haben Verehrung, Zerstörung, Vergessen und Wiederentdeckung erlebt. Heute stehen seine Steine im Museum. In einer Komposition aus Gesang, Tanz und Schauspiel entstehen auf der Bühne Bilder aus verschiedenen Epochen, die von der Geschichte eines Tempels erzählen. Mit einem griechisch-lateinischen Repertoire begibt sich der Chor auf eine symbolisch-abstrakte Theaterreise.

 

How many lives has a single ancient temple had? For centuries, its presence has shaped the human imagination. Its walls have witnessed devotion, destruction, oblivion, and rediscovery. Today, its stones stand in the museum. Through a composition of song, dance, and drama, images from different eras come to life on stage, telling one temple’s story. With a Greek and Latin repertoire, the choir navigates a symbolic theatrical journey through the temple’s depths and the museum’s galleries.

 

A performance as part of the exhibition »Parochet« by Benyamin Reich.

REGIETEAM:

Regie, Bühnenbild, Szenario: Giovanni Vinciguerra

Text: Lucas Shiller

Chorleitung: Stelios Chatziktoris

Bühnenbau und -assistenz: Elias Bier

Theaterplastik und Objektbau: Kathrin Samuel

Lichtgestaltung: Carl Bergerard

Kostüme: Ciara Beale

Dramaturgie und Regie Mitwirkung: Clarisse Fougera

Dramaturgie und Text Mitwirkung: Zeke Greenwald

Technik: Lukas Maser, Mehmet Sak

BESETZUNG:

Hauptrollen: Morgane Chouzenoux, Elisa Mildner, Hannah Geltl

Tänzer: Vittorio Macchini

Chor: Valentin Bayas, Marija Bule, Sascha Dynina, Clarisse Fougera, Maxi Fritzsche, Zeke Greenwald, Danila Linzke, Yani Löber, Madeline Stillwell

Mit: Elias Bier, Stelios Chatziktoris, Bilge Morkoyun, Kathrin Samuel, Luke Shiller

Klavier: Stelios Chatziktoris

Oud: Noah Ismael

Unser besonderer Dank geht an Alfo, der uns während der ganzen Produktionszeit unterstützt und geholfen hat,

sowie an: Kerstin Berner, Sascha Dynina, Doro Eberle, Harun Taha Gürsoy, Kveta Kazmukova, Hannes Koch, Petr Laden, Yani Löber, Gerd Littau, Lucie del Par, Yewon Park, Nikita Pavlov, Nadia Podzemskaia, Eckhart Reschat, Gerd Rohmann, Thomas Rösener, Felicitas Sandor, Pauline Schwabe, Eva Stivasti, Tonka Radisch, und Lorenzo Vinciguerra.

Über die Ausstellung:

Im Zentrum der Rauminstallation des jüdischen Künstlers Benyamin Reich steht der Talmudvorhang, hebräisch »Parochet«, der während der Passionszeit den Altar von St. Matthäus verhüllt. In seiner diskursiven Struktur greifen Bild und Text, Schrift und Bildlichkeit, ineinander – gleich einem Text, der in die Welt kommt und Fragen aufwirft. Das aus talmudisch-kabbalistischen Texten und Bildern gewebte Werk erinnert sowohl an den feingestrickten Vorhang des Jerusalemer Tempels und späterer Synagogen als auch an christliche Fastentücher. So entsteht ein jüdisch-christlicher Dialog über Verhüllung, Offenbarung und die Beziehung zwischen Gott und Mensch.

Termin:
Do, 02.04.2026, 19:00 Uhr

 

Ort:
St. Matthäus-Kirche
Kulturforum Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

 

Eintritt frei