Ausstellungseröffnung »Als ich dachte es sei Luft« von Nadine Schemmann

mit einer Einführung von den Ausstellungskurator*innen Lisa Botti und Hannes Langbein

KJUBH Köln © Studio Nadine Schemmann

Die Luft, das unsichtbare Volumen eines Raumes, spielt in Kirchenräumen eine besondere Rolle: Als Klangträger für Wort und Musik, als Medium des Atems, nicht zuletzt als Sinnbild des Geistes, der als unsichtbare Kraft Himmel und Erde, Gott und Mensch miteinander verbindet. Für St. Matthäus entwickelt Nadine Schemmann eine ortsspezifische Installation, die das Luftvolumen des Kirchenraums erfahrbar macht: Schwebende Leinenbahnen verbinden die architektonischen Zonen der Kirche zu einem zusammenhängenden Bildraum. Farben auf Leinen werden zu beweglichen, lebendigen Körpern, die Schichten, Tiefe und Energie in sich tragen. Es entsteht eine visuelle Dynamik, eine »Strömung«, ein Fluss von Farbe, der Himmel und Erde, Luftvolumen und Architektur des Kirchenraums miteinander verbindet. Im sakralen Kontext entfalten die Arbeiten eine besondere Resonanz: Der Kirchenraum, ein Ort der Sammlung, der Öffnung und der Transzendenz, wird zum Gegenüber und zugleich zum Teil der Malerei.

Die Ausstellung ist kuratiert von Lisa Botti, Kuratorin an der Neuen Nationalgalerie, und Hannes Langbein, Direktor der Stiftung St. Matthäus

Termin:
16.04.2026, 19:00 Uhr

 

Ort:
St. Matthäus-Kirche
Kulturforum Berlin
Matthäikirchplatz
10785 Berlin

 

Eintritt frei